Historie

Die Vision einer durchgängigen, deutschlandweiten Fahrplanauskunft auf Basis von lokalen Daten und Fernverkehrsdaten beschäftigt die Fachleute im ÖPNV in Deutschland schon seit geraumer Zeit. Bereits ab 1994 wurden hierzu mit Unterstützung des Bundes und unter Mitwirkung von Industrie und Forschung mehrere Projekte lanciert, welche die ursprüngliche Idee sukzessive konkretisierten und schließlich in einem produktiven System mündeten (DELFI I).

Die Vision einer durchgängigen, deutschlandweiten Fahrplanauskunft auf Basis von lokalen Daten und Fernverkehrsdaten beschäftigt die Fachleute im ÖPNV in Deutschland schon seit geraumer Zeit. Bereits ab 1994 wurden hierzu mit Unterstützung des Bundes und unter Mitwirkung von Industrie und Forschung mehrere Projekte lanciert, welche die ursprüngliche Idee sukzessive konkretisierten und schließlich in einem produktiven System mündeten (DELFI I).

Die weitere Projektbearbeitung erfolgte parallel auf zwei Wegen:

Technische Seite: Am Projekt "DELFI II", das im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Verkehr aus Mitteln des Forschungsprogramms Stadtverkehr aufgelegt wurde, beteiligten sich die bekanntesten deutschen Systemhersteller von Software für Fahrplaninformationssysteme und erarbeiteten technische Lösungen für die Vernetzung unterschiedlicher Systeme, die nicht diskriminierend waren und offene Schnittstellen aufwiesen.

Administrative Seite: Die Länder beschrieben und beschlossen zusammen mit dem Bund und der Deutschen Bahn Regeln für die Themen "Aufgabenverantwortung", "Organisation" und "Finanzierung".

Die Ziele von DELFI sowie die Grundsätze der Zusammenarbeit wurden in einer Konvention niedergelegt, der alle Bundesländer und die Deutsche Bahn beitraten.
Die Produktionsreife von DELFI wurde in der Projektphase DELFI III im Jahr 2002 nachgewiesen und DELFI erstmals produktiv angewendet.

Im Vorfeld der Fußball-WM 2006 wurde DELFI im Rahmen von zwei FOPS-Vorhaben weiterentwickelt. Das Projekt „Funktionale  Erweiterungen der DELFI-Schnittstellen gemäß Anforderungsprofil zur Fußball-WM 2006“ befasste sich in einem ersten Teil mit der Erweiterung der Schnittstellendefinition und bezog sich vor allem auf die Integration von Adresssuche, Kartendarstellung, Mehrsprachigkeit und Produktwahl sowie die Einbindung von aktuellen Informationen in die Fahrplanauskunft (textliche Informationen, Fahrplanabweichungen). Damit wird auch die Suche von „Points of Interest (POI (Point of Interest (Ort von Interesse)))“ unterstützt. Durch die Erweiterung der DELFI-Schnittstelle und deren anschließende Implementation in die Landesauskunftssysteme konnte den Kunden rechtzeitig zur WM 2006 sowie den vorbereitenden Veranstaltungen ein zeitgemäßer Funktionsumfang in DELFI angeboten werden.

Der zweite Teil hatte dann die Umsetzung der WM-bezogenen Erweiterungen zum Thema. Das heißt es wurden weitere Voraussetzungen für die Sicherstellung der WM-bezogenen Aufgaben geschaffen. Dies umfasste die Konzipierung und pilotweise Umsetzung der technischen Einbindung weiterer Fernverkehrsangebote (Eisenbahn und Flüge international, Fernbusse national), die Einbindung von DELFI in die FIFA-Informationsplattform für die WM 2006 sowie die Integration der für die WM geforderten Fremdsprachen. Insbesondere die seinerzeitigen Arbeiten an der pilothaften Integration weiterer Fernverkehrsdaten sind eine wichtige Grundlage für die derzeitige Überarbeitung im Rahmen von DELFIplus.

Die Koordination, Organisation und Verwaltung im DELFI-Kontext erwiesen sich umfangreicher als zunächst angenommen und konnten nicht im Rahmen des DELFI-Koordinators umgesetzt werden. Daher wurde beschlossen, die Arbeiten im Rahmen einer DELFI-Service-Stelle auszuschreiben. Seit dem Jahr 2007 wird diese Rolle des DELFI-Services von der rms (Rhein-Main-Verkehrsverbund Servicegesellschaft mbH (mit beschränkter Haftung)) ausgeübt. Der Auftrag wurde nach einer erneuten Ausschreibung 2012 für weitere fünf Jahre an die rms GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) erteilt.