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Aktuelles und Termine
DELTa lädt zum Auftakt ein!

Am Freitag, den 25. März laden der Fördermittelgeber und die DELFI-Projektpartner von 10-12 Uhr zu einer virtuellen -Auftaktveranstaltung ein.

Wollen auch Sie dabei sein?

Dann melden Sie sich hierzu gerne unter info@delfi.de an!

Anmeldung
DELTa macht Schlagzeilen!

Das Forschungsprojekt DELTa (Digitalisierung der Braunkohleregionen mit DELFI Tarif) wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit rund 1,8 Million Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Weitere Informationen finden Sie in der veröffentlichten Pressemitteilung "Neues Forschungsprojekt „DELTa“ am 08.02.2022 durch den VBB  gestartet".

Zum Download
Delta Logo
NEW: Projektlogo- und webseite

Pünktlich zum Projektstart wurde das neue DELTa-Logo entwickelt. Dieses soll nicht nur die enge Verknüpfung zu DELFI symbolisieren, sondern insbesondere die Verbindung zwischen den drei Braunkohlerevieren hervorheben. Der DELFI-Verein, der auch die Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt übernimmt, wird regelmäßig auf der eigens erstellten Projektwebseite www.mfund-delta.de regelmäßig über die Fortschritte berichten. 

DAS PROJEKT

Problemstellung

Die Festlegung von Verkehrstarifen erfolgt kleinteilig, eine durchgehende Tarifinformation ist nur mit deutlichen Einschränkungen und mit erheblichen manuellen Pflegeaufwand im Datensatz der „Durchgängigen Elektronischen FahrgastInformation“ (DELFI) gegeben. Bedingt durch die Methodik kommt es bei der Ermittlung von Fahrverbindungen nicht immer zu sinnvollen, ggf. überteuerten Tarifinformationen. Daher ist ein Verfahren zur Verbesserung der Ergebnisse zu Tarifen in der Verbindungsauskunft notwendig.

Eckdaten

Das Projekt DELTa wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit rund 1,8 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt 2,5 Jahre und hat am 1. Januar 2022 begonnen.

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Über das Förderprogramm mFUND des BMDV

Im Rahmen des Förderprogramms mFUND unterstützt das BMDV seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale Innovationen für die Mobilität 4.0. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und die Bereitstellung von offenen Daten auf dem Portal mCLOUD.

Weitere Informationen finden Sie unter www.mfund.de.

mFUND-Büro/Kontakt

In der Zeit von 10-12 Uhr steht Ihnen werktags die mFUND-Hotline zur Verfügung:

Telefon: 0221/ 806 2664 (Projektträger TÜV Rheinland Consulting/ VDI VDE Innovation + Technik GmbH)

E-Mail: info@mfund.de

Web: www.mfund.de

DELTa-Projektpartner

DELTa (Digitalisierung der Braunkohleregionen mit DELFI Tarif) ist ein Forschungsprojekt, an dem sich der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH (Berlin), der AVV Aachener Verkehrsverbund GmbH (Aachen), die BLIC GmbH (Berlin), der DELFI e.V. (Frankfurt a.M.), die Hacon Ingenieurgesellschaft mbH (Hannover), die IVU Traffic Technologies AG (Berlin), die Mentz GmbH (München), die NASA Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (Magdeburg), der VVO Verkehrsverbund Oberelbe GmbH (Dresden) sowie die Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH (Braunschweig) gemeinsam beteiligen. 

Assoziierte Partner

Projektziele

DELTa zielt auf die Weiterentwicklung der vernetzten ÖV-Informationen durch Einbeziehung von regionalen und nationalen Tarifinformationen in Landesauskunftssysteme ab:

• Nutzung und Erweiterung der „Durchgängigen Elektronischen FahrgastInformation“ (DELFI) als Basis

• Effizienzsteigerung durch die Digitalisierung von Datenverarbeitungsvorgängen

• Verbesserung der Qualität und Vollständigkeit der Tarifauskunft mittels neuartigem Verfahren.

Die Projektziele im Detail

Erreichbar

Die Arbeiten bauen auf dem von den DELFI-Mitgliedern erarbeiteten und verabschiedeten Konzept „DELFI-Tarif“ auf, das im Projekt abschließend spezifiziert und umgesetzt wird.

Messbar

Zum Projektende steht eine Pilotanwendung zur Verfügung, die unter Einbeziehung der drei Braunkohlenregionen Lausitz, Mittel-deutschland und Rheinisches Revier demonstriert wird.

Nutzerorientiert

Die Nutzer erhalten künftig für ihre Fahrten mit öffentlichen Verkehrs-mitteln in, zwischen und von/zu den Ländern mit Braunkohlenregionen ganzheitliche Routen-Informationen mit qualitativ hochwertigen Soll-, Echtzeitdaten (kein Projektgegenstand in DELTa), sowie regionalen und nationalen Tarifdaten.

Nutzbar

Die ÖV-Tarifinformationen stehen im DELFI-Netzwerk sowie über abgestimmte Standard-Schnittstellen regionalen und nationalen Diensteanbietern sowie dem Nationalen Zugangspunkt (NAP) zur Verfügung. Das Projekt unterstützt damit die Open-Data-Politik, die BMDV-Roadmap, die PBefG-Novelle und die neue Mobilitätsdatenverordnung des BMDV.

Relevant

Bei DELTa handelt es sich um ein digitales Innovations- und Entwicklungsvorhaben, das pilothaft in den drei Braunkohlenregionen Lausitz, Mitteldeutschland und Rheinisches Revier umgesetzt wird und damit unmittelbar zur Unter-stützung des Strukturwandels beiträgt.

Spezifisch

Bisher sichert DELFI die bundesweite ÖV-Information durch den DELFI-Datensatz. An einer Erweiterung der Auskünfte durch Echtzeitdaten wird aktuell gearbeitet. Die Festlegung der ÖV-Tarife in Deutschland erfolgt eher kleinteilig, durchgehende Tarifinformationen mit kombinierten regionalen und nationalen Tarifinformationen existieren bisher nicht.

Übertragbar

Die Weiterentwicklung von DELFI unter Einbeziehung des DELFI e.V., aller nationalen DELFI-Partner, der DB AG als Fernverkehrsanbieter sowie der Deutschlandtarifverbund GmbH sichert die nationale Übertragbarkeit der Projektergebnisse.

Zeitbezogen

Die Pilotanwendungen werden nach der Konzeptphase parallel umgesetzt. Am Projektende steht eine Lösung zur Verfügung, die in den produktiven Betrieb bei den regionalen Partnern AVV, NASA, VBB, VRR und VVO überführt ist und anschließend auf die übrigen DELFI-Partner übertragen werden kann.

Durchführung

DELTa implementiert ein multiregionales „Reallabor“ für den Austausch von Tarifdaten zwischen den drei Braunkohleregionen.

In einer Pilot-Implementierung werden Lausitzer Revier, Mitteldeutsches Revier und Rheinisches Revier vernetzt und Tarifinformationen zwischen den jeweiligen ÖV-Auskunftssystemen so ausgetauscht, dass sie jeweils überregional zur Verfügung stehen. Mit der pilothaften Anwendung in den Braunkohlerevieren erfolgt eine Validierung des innovativen Verfahrens; die Ausdehnung auf eine deutschlandweite Anwendung wird vorbereitet.

Für die durchgehenden Tarifinformation werden im ersten Schritt Feinkonzepte für die Handlungsstränge des Projektes erstellt, um anschließend eine direkte Umsetzung im Pilotbetrieb zu ermöglichen.

Handlungsstränge

Tarifanreicherung durch die aktive EKAP

DELFI-Auskunftssysteme (sogenannte aktive EKAPs) verwenden den zentral zur Verfügung gestellten DELFI-Datensatz zur Generierung von Kundeninformation, z.B. für Verbindungsberechnungen oder zur Erstellung von Abfahrtstafeln. Der DELFI-Datensatz enthält keine Tarifdaten. Zusätzliche Informationen (Prognosen, Störungen, Geometrien) holen aktive EKAPs mit Hilfe der sogenannten Anreicherung von sogenannten passiven EKAPs. Für die Anreicherung wird der Refine-Dienst von TRIAS (VDV 431-2) verwendet. Bei deutschlandweiten Verbindungen werden üblicherweise Verbindungsabschnitte von verschiedenen passiven EKAPs angereichert.

Technologisch können passive EKAPs über die Anreicherung auch Tarifinformationen zurückgeben, fachlich hat sich jedoch gezeigt, dass dies nicht funktioniert. Dies liegt im Wesentlichen daran, dass sich bisher in DELFI die Anreicherungszuständigkeit passiver EKAPs nicht an tariflichen Kenntnissen orientiert.

Aus diesem Grund wurde für DELFI ein Grobkonzept für eine Tarifanreicherung von Verbindungen erarbeitet. Dieses Konzept sieht die unveränderte Weiterwendung der TRIAS-Anreicherungsschnittstelle und der vorhandenen passiven EKAPs vor, erweitert die DELFI-Daten aber um eine sogenannte Tarifkenntnis für Haltestellen. Mit deren Hilfe können aktive EKAPs eine tarifliche sinnvolle Zuständigkeitsaufteilung für tarifliche anzureichernde Verbindungsabschnitte durchführen und entsprechend anreichern lassen. Auf diesem Wege ist eine deutlich zu verbesserte Tarifinformation zu erwarten.

Qualitätsverbesserungen für Tarif-, Fahrplan- und Netzdaten

Auch wenn durch die Hinterlegung der Tarifkenntnis die Qualität der Tarifauskunft deutlich verbessert werden kann, können Fehler in den zugrundeliegenden Daten weiterhin zu Problemen führen. So können beispielsweise fehlende Tarifwabenzuordnungen dazu führen, dass kein Tarif ermittelt werden kann. Fehlerhafte Koordinaten von Haltestellen führen i.d.R. dazu, dass die betroffenen Fahrten von der Fahrplanauskunft ausgeschlossen werden.

Es ist also eine ganzheitliche Betrachtung der Qualität von Tarif-, Fahrplan- und Netzdaten nötig, da eine Tarifauskunft immer an eine konkrete Fahrtverbindung gebunden ist. Der Auskunft müssen qualitativ hochwertige, verlässliche, aktuelle und vollständige Tarif-, Fahrplan- und Netzdaten zugrunde liegen, zumal regional entstehende Datenfehler sich nicht nur in DELFI, sondern auch im National Access Point (NAP) fortpflanzen. Der produktive DELFI-Betrieb der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Datenqualität verbesserungswürdig ist – insbesondere dann, wenn auf dieser Basis verbindliche Tarife berechnet werden sollen. Die Fahrplandatenintegrationssysteme DIVA und IVU.pool sowie das (zHV) werden daher um Qualitätssicherungswerkzeuge erweitert, die sowohl regional als auch zentral in der DELFI-Integrationsplattform (DIP) die Korrektheit und Vollständigkeit von Tarif-, Fahrplan- und Netzdaten sicherstellen sollen.

Erweiterung des zentralen Haltestellenverzeichnisses (ZHV)

Das ZHV beinhaltet derzeit keine tariflichen Daten. Im Rahmen der Arbeiten des DELFI-Kernteams “Tarif” hat sich herausgestellt, dass es allgemeine und flächendeckende Verfügbarkeit von tariflichen Grunddaten für Haltestellen wichtig ist. Um eine zentrale Zugangsinstanz (Single Point of Truth) für tarifliche Informativen sowohl gemäß VDV-Kernapplikation (KA) als auch im DELFI-Tarifkontext zu haben, soll das ZHV um entsprechende Merkmale sowie Pflege- und Auskunftswerkzeuge erweitert werden: Welcher Produktverantwortliche hat an einer Haltestelle Tarife definiert? Wie lautet die Tarifhaltestellen-IDs gemäß KA? Welche passiven EKAPs verfügen über Tarifkenntnis zu dieser Haltestelle?

Diese tariflichen Grunddaten dienen im Wesentlichen dazu, dass interessierte Dritte Referenzen auf tariflich relevante Institutionen erhalten, die tatsächlich produktverantwortlich oder auskunftsfähig an einer Haltestelle sind.

Vertriebs- und fahrgastrechtskonforme Umsteigezeiten

Umsteigezeiten zwischen Zubringer und Abbringer werden insbesondere im Fernverkehr nicht nur aufgrund der örtlichen Wegesituation, sondern auch aus vertrieblicher Sicht und im Hinblick auf Fahrgastrechte vorgegeben. Bisher berücksichtigen die Umsteigezeiten im DELFI-Datensatz diese vertrieblichen Vorgaben nicht, womit Verbindungen berechnet werden können, die nicht verkauft und daher auch nicht tarifiert werden sollen. Solche Verbindungen sind zwar fahrbar, ihr Wert ist aber wegen ihrer Unverkäuflichkeit gering.

Im Projekt wird die Arbeit aus dem DELFI-Kernteam “Umsteigezeiten” fortgeführt und vertieft. Anforderungen werden gesammelt und mit den technischen Möglichkeiten von Fahrplandatenmanagement- und Auskunftssystemen abgeglichen. Auf Basis der vorhandenen technischen Möglichkeiten wird eine Modellierung von Umsteigezeiten entwickelt und umgesetzt, die den vertrieblichen Anforderungen so weit wie möglich Rechnung trägt.

TRIAS-WSD-Connector

Für eine durchgängige Tarifierung deutschlandweiter Verbindungen ist es unerlässlich, dass auch für überregionale und Fernverkehrsanteile Tarife ermittelt werden können. Dies ist umso wichtiger, weil diese Anteile meist den größten Kostenbeitrag zu überregionalen Verbindungen liefern.

Wie jede Anreicherung bei DELFI wird auch die Tarifanreicherung mithilfe des Refine-Services von TRIAS (VDV 431-2) durchgeführt. Viele Fernverkehrsanbieter unterstützen diese Schnittstelle aber nicht nativ und können daher keine passive EKAP für die Tarifanreicherung im DELFI-Sinne zur Verfügung stellen.

Um solche Systeme dennoch als passive EKAP innerhalb des DELFI-Verbundes verfügbar zu machen, sind Schnittstellenadapter nötig. Ein solcher Adapter soll innerhalb des Projektes geplant, erstellt und in Produktion genommen werden. Da die DB AG weiterhin der wichtigste ÖV-Fernverkehrsanbieter in Deutschland ist, Tarifierung aber lediglich über den sogenannten Web-Server-Director (WSD) zulässt, wird im Projekt ein TRIAS-WSD-Adapter verwirklicht.
Damit wird im Projekt eine wesentliche Tarifinformationslücke geschlossen und während sich die dabei verwendete Methodik später direkt auf andere Tarifierungssysteme (z.B. Fernbusse oder den zukünftigen Deutschlandtarif) anwenden lässt.

Meilensteinplan

06/2022

Feinkonzept DELFI-Tarif

09/2022

Feinkonzeption der fünf Handlungsstränge

10/2022

Tarifkenntnis für die Regionen im DELFI-Datensatz

04/2023

Kontinuierliche Qualitäts-sicherung und Versorgung des ZHV mit Tarif-kenntnis, Trias-Erweiterung 

12/2023

Tarifanreicherung
in der aktiven EPAK

12/2023

Abschluss Test-phase und Um-setzung in den regionalen Auskunfts-systemen

06/2024

Abschluss der Demonstration und Qualitäts-sicherung, Überführung in den Regelbetrieb 

Kontakt und Ansprechpartner

Konsortialführer



VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH 

info@vbb.de

Projektbüro



BLIC GmbH

postmaster@blic.de

Öffentlichkeitsarbeit



DELFI e.V.

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